Ziegen und Schafe auf dem Hagel Hof:

Es leben rund 20 Ziegen und Schafe auf unserem Hof. Sie teilen sich Stall, Auslauf und Weide. Manchmal gesellen sie sich auch zu den Pferden, um mit ihnen zu fressen. Die Schafe müssen im späten Frühjahr geschoren werden. Manche Schafe lassen diese Prozedur ohne zu meckern über sich ergehen. Andere mögen dieses gar nicht und zeigen es uns auch deutlich.

Im September 2017 nahmen wir 3 weibliche Ziegen bei uns auf. Es handelte sich um einen Notfall.

Im Bundesland Sachsen wurden durch einen Tierschutzverein mehrere Tiere aus schlechter Haltung befreit. Die Ziegen lebten angebunden an kurzen Leinen in einem Stall, der bereits 40 Zentimeter hoch verdreckt war. Diese Tiere wurden extrem vernachlässigt: Trinkwasser und Futter war nicht vorhanden.
Durch mangelnde Bewegung auf harten Boden war das Klauenwachstum enorm. Durch die Überlänge des Horns entstanden Fehlstellungen der Füße. Zudem waren die Ziegen sehr menschenscheu und gerieten schnell in Panik. Jetzt müssen wir den geschädigten Ziegen auf dem Hagel Hof zeigen das nicht alle Menschen Feinde sind. Sie sind nun in unsere Herde integriert und haben Vertrauen in uns Menschen.

Sigrid und Tristan kamen am 02.06.2012 zum Hagel Hof. Als ein älteres Ehepaar eines Morgens aus dem Fenster eines gemieteten Hofes schaute, trauten sie ihren Augen nicht. Dort stand ein weibliches Kamerunschaf. Das Schaf blieb dort auf dem Hof und suchte in einem Schuppen nach Schutz vor der Witterung. Nach 14 Tagen alamierten sie den Hagel Hof, weil Jäger drohten, das Tier zu erschiessen. Es war allerdings nicht ganz einfach, das Schaf, dass mittlerweile ein Lämmchen bekommen hatte, einzufangen. Aber wir schafften es und die Mutter bekam den Namen Sigrid. Das Lämmchen tauften wir Tristan.

Mirko wurde 2004 hier auf dem Hagel Hof geboren. Seine Mutter Bärli kam 2004 tragend auf unseren Gnadenhof. Sie sollte tragend geschlachtet werden. Die Nachbarn des Vorbesitzers hatten dieses bemerkt und sich für Bärli eingesetzt. Sie informierten uns und wir retteten Bärli und einen schwarzen Ziegenbock namens Teufel.

Benjamin, ein Kamerunschaf, kam am 18. Oktober 2008 auf den Hagel Hof. Während des Sommers muss das Schaf herrenlos durch die Gegend geirrt sein. In seiner Verzweiflung schloss Benjamin sich einer Kuhherde an. Im Oktober wurden die Kühe von der Weide geholt, aber für Benjamin war kein Platz im Kuhstall. Der Landwirt brachte Benjamin zu uns. Wenn Benjamin kastriert ist, wird er in unsere Schafherde integriert. Benjamin ist höchstens ein Jahr alt.

Janosch, eine gehörnte Heidschnucke, kam zusammen mit seinem Bruder Lukas 2003 im Alter von 14 Tagen auf unseren Hof. Das Mutterschaf war plötzlich verstorben und hinterließ die zwei hilflosen Lämmer. Der Vorbesitzer brachte die Lämmer zu uns. Er hatte kein Interesse die Lämmer mit viel Zeit und Mühe mit der Flasche aufzuziehen.

Mitte Januar 2013 machte sich die junge Burenziege bei Spaziergängern lauthals bemerkbar. Der kleine Bock war ausgehungert und fand auch bei dem herrschenden Frost kein Trinkwasser. Die Spaziergänger hatten großes Mitleid und konnten sich den flehenden Ziegenrufen nicht entziehen. Kurz entschlossen nahmen sie das unterernährte Tier mit. Zum Glück kannten sie den Hagel-Hof und brachten Fritzchen am 14. Januar 2013 zu uns. Fritzchen hatte keine Ohrmarke, war stark verwurmt, die Klauen waren ungepflegt und entzündet.

Weitere Fotos von unseren Schafen und Ziegen:

Da sich der gemeinnützige Hagel Hof e.V. ausschließlich durch Spenden finanziert sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Für unsere Tiere kann eine Patenschaft übernommen werden. Mit einer Patenschaft ist das Futter, eventuelle Tierarztkosten und die Unterkunft des Patentieres gesichert. Oder unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine der zahlreichen Spendenmöglichkeiten und ermöglichen Sie uns dadurch eine langfristige und erfolgreiche Tierschutz-Arbeit.
Ihr Hagel Hof Team.