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Das
"Donnerwetter-Team" vom "mdr" zu Gast auf dem Hagel Hof.
Der Filmbeitrag wurde am 06.
September ausgestrahlt. Hier berichten wir in Textform über die
Dreharbeiten. In unserer Mediathek finden Sie den Filmbeitrag. Sie
gelangen auch hier zum
Filmbeitrag.

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Moderatorin:
Janine Strahl-Oesterreich
Beginn: Strahl Oesterreich:"... määh, guckt mal hier. Ist das nicht
schön liebe Zuschauer? Alles meine Freunde. Rokko, Boris, Paula,
Stievie, Harry. - Hallo und herzlich willkommen auf dem Hagel Hof
bei Cloppenburg. Hagel Hof - Wer jetzt vermutet, dies sei einer der
zahlreichen Wetterstationen mit denen Kollege Kachelmann das Land
überzieht, der irrt. Allenfalls hagelt es hier
Anerkennungsschreiben für ein unglaubliches Arrangement."
"Denn der Hagel Hof ist ein Gnadenhof. Und zwar der Größte seiner
Art. Barbara Deppe, die gute Seele der Anlage, hat rund um die Uhr
zu tun. So schau ich mich erst einmal alleine um. Fragen kann ich
später noch stellen." |
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Es wurden verschiedene Tiere gezeigt und erzählt, dass Gnadenhöfe
für Tiere da sind. Für Kranke, Behinderte oder solche, die einfach
keiner mehr haben will. Frau Deppe hat besonders viele davon. Fast
500!
Dann folgte ein Übergang zu einem anderen Filmbeitrag. Es wurden
mehrere Filmbeiträge gesendet und zwischendurch immer wieder über
den Hagel Hof berichtet. |
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Nach dem Filmbeitrag ging es zurück auf den Hagel Hof. Es folgte
ein Interview mit Barbara Deppe:
Frau Strahl-Oesterreich fragte Frau Deppe, welche Tiergeschichte,
die hier ihre glückliche Wende nahm, ihr besonders nah gegangen
ist.
Deppe antwortete: "Das kann ich eigentlich schwer sagen. Es sind
ganz viele Schicksale. Kühe die nur im Gewächshaus gehalten wurden
und bei mir das erste Mal auf einer grünen Wiese standen. Oder ein
Muli, was immer auf einem Schrottplatz zwischen Autos rumgelaufen
ist. Oder der Harry (das Schaf auf dem Bild), der ist von seiner
Mutter nicht angenommen worden. Den habe ich bekommen, als er einen
Tag alt war. Den musste ich mit der Flasche groß ziehen. Solche
Geschichten binden natürlich an die Tiere. Gerade auch der Harry
liegt mir sehr am Herzen." |
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Danach fragte Frau Strahl Oesterreich wie denn der Arbeitsalltag
von Frau Deppe aussehen würde.
Deppe: "Wenn Schule ist, gehen die Kinder morgens um viertel nach
sieben aus dem Haus. Ich versorge dann die Katzen und Hunde und
gehe dann in den Stall. Damit bin ich meistens zwischen halb zehn
und zehn fertig. Dann wird gefrühstückt."
Frau Strahl-Oesterreich meinte: "Erst die Tiere und dann der
Mensch."
Deppe antwortete: "Natürlich, erst die Tiere, klar. - Danach kommen
die Reptilien dran. Die Schildkröten versorgen, den Wintergarten
auf machen, damit sie raus auf die Wiese können. Dann fahre ich zu
den Weiden. Schaue, ob alle Pferde noch da sind und ob alle gesund
sind. Anschließend wird Mittagessen vorbereitet und dann kommen
natürlich auch meine Haushaltsarbeiten. Die Kinder müssen
nachmittags zu Freunden oder zum Fußball gefahren
werden. |
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Nun fragte Frau Strahl-Oesterreich wie Frau Deppe das finanziell
schaffen würde.
Deppe meinte: "Die Finanzierung des Hofes und mein Leben ist
voneinander getrennt. Ich arbeite hier auf dem Hof ehrenamtlich.
Mein Leben finanziere ich durch meine Dienststelle als
Tierarzthelferin und durch den Kindesunterhalt, den wir vom Vater
der Kinder bekommen.
Daraufhin fragte Frau Strahl-Oesterreich wie sich denn der Hof
finanziert?"
Deppes Antwort: "Alles was wir hier brauchen an Futter,
Tierarztkosten, Hufschmied, Material, Renovierung wird über Spenden
finanziert. Teilweise haben wir Patenschaften oder
Mitgliedsbeiträge. Durch regelmäßige Spender habe ich jeden Monat
einen Betrag zu Verfügung, mit dem ich auskommen muss.
Frau Strahl-Oesterreich meinte daraufhin, dass Frau Deppe sicher
immer neue Ideen braucht um an Quellen zu kommen. |
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Danach wurde im Kaninchenstall
gefilmt. Die Kaninchen bekam Frau Deppe von einem Verein, wo sie
nicht artgerecht gehalten werden konnten. Sie sind noch namenlos
aber man kann sich einen Namen ausdenken und damit auch gleich eine
Futterpatenschaft übernehmen. Für 10 Euro im Monat."
Es wurden die Kaninchen gezeigt und einen taufte die Moderatorin
Strahl-Oesterrich auf den Namen Donnerwetter und übernimmt damit
ganz privat eine Patenschaft. Danach folgt wieder ein Übergang zu
einem anderen Filmbeitrag. |
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Zurück auf dem Hagel Hof:
Strahl-Oesterreich sagte: "Also selbst mit Merkzettel würde ich
wahrscheinlich den Überblick verlieren. Pferde striegeln, Rennmäuse
zählen, Schildkröten ausführen. Und dann gibt es hier noch
gefährliche Ecken. Wenn auch die Tiere ein schreckliches Schicksal
verbindet, nicht alle können gemeinsam logieren. Durch den Hagel
Hof weht stellenweise ein Hauch von Exotik. Für Nager und ähnliches
sind bestimmte Bereiche gesperrt, zum eigenen Schutz. Denn woher
sollen die Phytons auch wissen, dass alle hier eine große Familie
sind."
Würgeschlangen, Vogelspinnen und bis zu 100 Schildkröten fanden auf
dem Hagel Hof ein neues Zuhause. |
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Nachdem Barbara Deppe die ersten 80
hilfsbedürftigen Tiere bei sich aufgenommen hatte, wurde ihr Haus
in Bochum zu klein. Sie ließ sich von den Eltern das Erbe vorzeitig
auszahlen, kaufte ein verfallenes Gehöft und machte es zum Heim für
chronisch kranke und behinderte Tiere." |
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Dann folgte wieder ein Interview vor
einem zusammengebrochenen Stall. Frau Strahl-Oesterreich fragte,
was als nächstes für die Tiere getan werden muss.
Deppe antwortete: "Am meisten Sorgen mache ich mir jetzt über diese
Ruine. Es ist ein Stallgebäude eingestürzt, was eigentlich von
Anfang an ziemlich baufällig war. Ein Teil dieses Gebäude diente
als Rinderstall für den Winter. Im Moment sind die Tiere noch auf
ihren Sommerweiden, aber im Oktober sind sie wieder hier auf dem
Hofgelände. Dann brauche ich natürlich auch einen Stall für die
Rinder, damit sie trocken irgendwo liegen können." |
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Anschließend wurde nach dem
Hauptunterschied zwischen dem Hagel Hof und einem Tierheim
gefragt.
Daraufhin Barbara Deppe: "Der Hagel Hof ist ein Gnadenhof und zu
uns kommen Tiere, die keiner mehr haben will. Die also alt,
behindert, krank oder verhaltensgestört sind. Während ein Tierheim
sich die Aufgabe gemacht hat, Tiere in neue Familien, meist sind es
ja Hunde und Katzen, zu bringen.
Auf die Frage, wer sie eigentlich im Urlaub auf dem Hof vertreten
würde anwortete Barbara Deppe: "Urlaub gibt es in dem Sinne ja gar
nicht. Wir können uns vielleicht mal einen Tag am Strand erlauben,
wenn wir morgens schnell füttern und abends dann auch wieder
schnell füttern. Aber das man mal für Tage weg ist, oder eine
Übernachtung hat, das gibt es nicht."
Dann folgte wieder ein Übergang zu einem anderen
Bericht. |
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Nach dem Beitrag wurde wieder der
Hagel Hof gezeigt. Frau Strahl-Oesterreich erzählte: "Zurück auf
dem Hagel Hof bei Cloppenburg, Deutschlands größtem Gnadenhof. Das
ist eigentliche eine 'one-women-show' von Barbara Deppe, allerdings
mit zwei Einschränkungen. Das sind die beiden reizenden Töchter,
Ylva 16 Jahre und die Schwester Thora ist 18." |
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Frau Strahl-Oesterreich erzählte,
dass Ylva ja gerne auf dem Hof mithilft und fragte nach ihren
Lieblingstieren.
Ylva antwortete: "Erstmal ist der Benjie mein Lieblingstier. Und
sonst auch die Schlangen und eigentlich die Reptilien." Daraufhin
Strahl-Oesterreich: "Die Schlangen? Da gehst du rein? Hast du keine
Angst?" Ylva: "Nein, ich habe auch eine eigene Schlange. Die sprühe
ich ein, damit Feuchtigkeit im Becken ist und füttere die
auch."
Nun fragte Frau Strahl-Oesterreich, was der Kater hat und wie er
hier her gekommen ist.
Ylva erzählte: "Der ist vor ein Auto gerannt und seit dem ist er
Epileptiker. Er bekommt Tabletten, zwei mal am Tag, so wie es auch
die Menschen bekommen. Damit werden die Anfälle reduziert.
Auf die Frage was Ylva lieber macht, Schule oder die Tiere pflegen
antwortete Ylva promt: "Tiere füttern." |
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Für Vorsorge und Behandlungen der
Tiere schauen verschiedene Tierärzte aus der Umgebung regelmäßig
vorbei. Und dann ist Hufschmied Matthias Tambor häufiger Gast auf
dem Hagel Hof. Ohne ihn wären einige Vierbeiner bestimmt nicht so
gut zu Huf. Herr Tambor wurde gefragt ob er mit dem blinden Pferd
Silas anders arbeiten muss. Er meinte, dass es anders wäre, weil
Silas ja nichts sieht. Man sollte das Pferd immer ruhig ansprechen,
besonders vorsichtig, leise und sehr ruhig mit dem Tier umgehen.
Also keine hektischen Bewegungen machen, damit sich das Pferd nicht
erschreckt.
Hinterher wurde bemerkt, wieviel Arbeit so ein Hof doch macht und
damit ein Übergang zum anderen Beitrag eingeleitet. |
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Zum Ende der Sendung wurde noch
einmal der Hagel Hof eingeblendet. Frau Strahl-Oesterreich stellte
fest, man hätte keine Chance, auch nur die Hälfte aller Hagel Hof -
Bewohner hier vorzustellen. Es sind einfach zu viele. Die Zuschauer
wurden noch darauf hingewiesen, dass sie dem Hagel Hof helfen
können. Weitere Informationen darüber würden in dem mdr-Videotext
stehen. Frau Stahl-Oesterreich wünschte den Tieren eine gute Zeit
auf den Hagel Hof. Diese Tiere haben Glück gehabt, weil es Menschen
gibt, wie Barbara Deppe. |
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